An der Wertach war ich im Jahr 2022 dreimal unterwegs. Die längste Tour führte von Bobingen nach Wertach. Ab Markt Oberdorf war ich weit von der Wertach weg und dieser Weg war mit unangenehmen Steigungen versehen. Mit zwei weiteren Kurztouren habe ich den Weg zwischen Bobingen und der Kulperhütte erkundet. Ich beschreibe im Folgenden einen Weg, wie ich ihn in Zukunft befahren würde.

Gesamtlänge: ca. 134 km, Etappenlängen: ca. 61 km, 43 km und 30km

Etappen
1. Tag: Augsburg Hbf - Bad Wörishofen, ca. 61 km
2. Tag: Bad Wörishofen - Biessenhofen, ca. 27,5 km, weiter mit dem Zug nach Wertach-Haslach
             Wertach-Haslach - Wertach und zurück (einmal um den Grüntensee): ca. 15,5 km
3. Tag: mit dem Zug nach Schwabmünchen, Schwabmünchen - Aufgsburg Hbf, ca. 30 km

Streckenverlauf
Vom Hbf. nach links (nordwestlich) zur Frölichstr., dort links abbiegen und zur Wertach fahren (1 km), zum Radweg ein kurzes Stück nordwestlich zum rechten Ufer hinunter und dann flussaufwärts zur Gasstätte Kulperhütte (gut 3 km vom Bahnhof entfernt). Bis dahin müssen wir einmal aufs andere Ufer und wieder zurück. Nach einer empfehlenswerten Einkehr geht es weiter in Richtung Inningen - Bobingen. Wir kommen an einem schön gelegenen großen Stausee vorbei. Ca. 11 km nach der Kulperhütte komen wir an Bobingen vorbei. Wir folgen von da ab dem Wertachradweg bis zur Straße, die nach Großaitingen führt. Nun weiter an der Wertach, wobei wir vom rechten auf das linke Ufer wechseln. Schwabmünchen evtl. links liegen lassen, denn der Ortskern liegt ca. 3 km von der Wertach entfernt, die wir ggf. auch wieder zurück radeln müssen. Das letzte Teilstück dieses Tages führt an Ettringen und Türkheim vorbei zum Irsinger See und nach Stockheim bei Bad Wörishofen. Hier zweigen wir an einem Wegweiser von der Wertach ab und fahren ca. 4,5 km hinein nach Bad Wörishofen. Ich habe dort im Hotel Adler übernachtet. Die Kässpatzen haben mir sehr gut geschmeckt.

Am zweiten Tag fuhr ich über Stockheim zurück an die Wertach und am Fluss entlang nach Schlingen. Achtung: Als ich an die Straße kam, die nach Schlingen führt, wollte ich am Fluss entlang weiter fahren. Dieser Weg endet aber am Schlingener Wasserkraftwerk. Er ist mit einem Verkehrszeichen als Sackstraße markiert und das gilt auch für Radfahrer. Also hinein nach Schlingen und weiter nach Pforzen und zur 1,5 km südlich gelegenen alten Hammerschmiede. Pforzen und die Hammerschmiede haben durch archäologische Ausgrabungen auf sich aufmerksam gemacht. In der Tongrube Hammerschmiede wurde ein Knochen eines Menschenaffen gefunden, der vor 11,5 Mio Jahren hier lebte. Man kann dort mit dem Rad auf der Archäologietour Wertachtal auf Zeitreise gehen. Infos unter: www.pforzen.de/kultur-freizeit/freizeitangebote-und-naherholung/archaeologie-tour-wertachtal. Weiter geht es über Kaufbeuren nach Biessenhofen. Von hier werde ich künftig mit dem Zug über Kempten nach Wertach - Haslach bei Oy-Mittelberg fahren. In Haslach werde ich mich im Wertacher Hof einqaurtieren. Am Nachmittag bietet sich eine Tour rund um den Grüntensee mit Pause in Wertach und kurzem Abstecher zur Sebastianskapelle, genannt "Die kleine Wies" an. Diese Tour ist gut 12 km lang. Achtung: Als ich dort war, standen die Radwege am Südufer unter Wasser. Ich musste ein kurzes Stück auf die Straße ausweichen und zweimal am Westufer entlang fahren.

Am dritten Tag geht es zurück, zunächst mit dem Zug von Haslach über Kempten nach Schwabmünchen. Mit dem Rad hinein in den Ort und nun zur Abwechslung an der Singold entlang nach Großaitingen. Der Weg ist gleich nach Schwabmünchen für wenige 100 m unterbrochen, ich bin auf die Straße ausgewichen. Hier habe ich mich durchgefragt, wie ich schnellstmöglich wieder an die Singold komme. Von Großaitingen radelte ich auf der Straße zurück zur Wertach und von da ab ist alles bekannt